Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d), Postdoktorand*in
Am Center for Critical Computational Studies (C³S) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (m/w/d)
Postdoktorand*in
(E 13 TV-G-U)
zunächst befristet für die Dauer von drei Jahren zu besetzen. Die Eingruppierung richtet sich nach den Tätigkeitsmerkmalen des für die Goethe-Universität geltenden Tarifvertrages (TV-G-U).
Das „Center for Critical Computational Studies“ (C³S) ist eine fachbereichsübergreifende wissenschaftliche Einrichtung und als solche ein zentrales Forschungszentrum der Goethe-Universität (www.c3s-frankfurt.de). Aufgabe des C³S ist die Etablierung und Profilierung der „Critical Computational Studies“ als inter- und transdisziplinäres Forschungsfeld mit internationaler Sichtbarkeit. Das C³S betätigt sich diesbezüglich in Studium und Lehre sowie Transfer und schafft die Möglichkeiten, um Wissenschaftler*innen aller Fachbereiche, Fächerkulturen, Wissenschaften und Profilbereiche im Kontext der „Critical Computational Studies“ zusammenzuführen und national wie international zu vernetzen. Das Zentrum verpflichtet sich dabei auf wissenschaftliche Exzellenz, die Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis sowie die Förderung der frühen Unabhängigkeit von Wissenschaftler*innen in der beruflichen Einstiegsphase.
Das Projekt:
Die Stelle ist Teil der VW-geförderten Forschungsgruppe „Technological Transformations in Migration and Asylum Governance (TETRAMAG)“ (2026-2030), unter der Leitung von Prof. Dr. Natalie Welfens. Die Forschungsgruppe ist am Center for Critical Computational Studies (C³S) der Goethe-Universität angesiedelt und arbeitet mit dem International Rescue Committee (IRC) Deutschland als Praxispartner zusammen. TETRAMAG ist ein transdisziplinäres Forschungsprojekt, das technologischen Wandel in der deutschen und europäischen Migrations- und Asylpolitik untersucht. Im Zentrum der Forschung steht die Frage, welche sozialen Ungleichheiten und Ein- und Ausschlussdynamiken durch neue Technologien entstehen und wie technologischer Wandel inklusiv und partizipativ gestaltet werden kann. Das Projekt kombiniert Ansätze der politischen Soziologie, der Science and Technology Studies und der Migrationsforschung und analysiert Digitalisierung in drei Etappen des Migrationsprozesses: (1) Zugangswege, (2) Ankunft, (3) Integration und Teilhabe. Die Methodik ist überwiegend qualitativ und partizipativ (u. a. Participatory Action Research), ist jedoch grundsätzlich auch für andere Forschungsansätze, insbesondere im Bereich Computational Social Sciences, offen.
Ihre Aufgabenschwerpunkte:
Sie bearbeiten das Teilvorhaben „Digitising & Automating Access to Migration Pathways“ und führen eigenständige Forschung zur Digitalisierung und Automatisierung von Zugangswegen und Einreiseverfahren durch – etwa zu elektronischen Visasystemen und Pre-Screening-Technologien auf nationaler und EU-Ebene.
Im Zentrum Ihrer Forschung steht die Frage, wie digitale Technologien Mobilität und Migration erleichtern können, indem sie Verfahren vereinfachen, zugleich aber auch neue Formen von Kontrolle, Überwachung und Ausschluss mit sich bringen. Sie untersuchen, wie staatliche, supranationale und private Akteure (z. B. Ministerien, EU-Institutionen, internationale Organisationen, private Technologieanbieter) diese Systeme gestalten und wie sie soziale Ungleichheiten, Ein- und Ausschlussdynamiken beeinflussen.
Ihr Profil:
- ein abgeschlossenes sozialwissenschaftliches Hochschulstudium sowie eine überdurchschnittlich abgeschlossene Promotion (oder kurz vor Abschluss der Promotion)
- vertiefte Kenntnisse oder nachweisbares Interesse in mindestens zwei der folgenden Bereiche: Internationale Beziehungen, EU Studies, Migrations-/Fluchtforschung, Critical Border und Surveillance Studies, Internationale Organisationen, Science and Technology Studies, Digitalisierung der Verwaltung
- sehr gute Kenntnisse und nachweisbare Erfahrungen in Methoden der Qualitativen Sozialforschung oder mixed-methods Ansätzen
- Fähigkeit zum wissenschaftlich korrekten und zugleich allgemeinverständlichen Schreiben
- Sehr gute schriftliche und mündliche Englischkenntnisse sind erforderlich.
Das wünschen wir uns:
- hohe Affinität zu inter- und transdisziplinärer Forschung (z. B. nachgewiesen durch die Promotion sowie Forschung mit Praxisbezug und Transferanspruch)
- Kenntnisse und vorherige Forschung in einem der folgenden Bereiche: Digitale Grenzregime, Migration und Technologie, soziale Ungleichheit und intersektionale Perspektiven auf Migration, Computer Sciences/Software Engineering, idealerweise mit Fokus auf Co-Creation/Co-Development
- (Forschungs-)Erfahrungen in internationalen Kontexten; Reisebereitschaft national und international
- Grundkenntnisse der deutschen Sprache oder die Bereitschaft, Deutsch zu lernen, sind von Vorteil.
Die Goethe-Universität bietet Ihnen als familienfreundliche Arbeitgeberin u. a. flexible Arbeitszeitmodelle, einen eigenen Tarifvertrag und derzeit ein kostenfreies LandesTicket Hessen für den öffentlichen Nahverkehr. Der Arbeitsplatz ist momentan angesiedelt auf dem Campus Westend, einem der modernsten und schönsten Campusstandorte Deutschlands, im Herzen der Stadt Frankfurt am Main, mit einem parkähnlichen Umfeld sowie einer guten Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Ihre Bewerbung richten Sie bitte bis zum 11.03.2026 zusammen mit folgenden Unterlagen an Prof. Dr. Natalie Welfens per E-Mail an application@c3s.uni-frankfurt.de (mailto:application@c3s.uni-frankfurt.de) :
- Anschreiben
- Lebenslauf
- Forschungsskizze (max. eine Seite)
- Zeugnis/Transkript Ihrer während des Studiums erzielten Noten
- ein von Ihnen verfasster wissenschaftlicher Text
- Kopien von Hochschulabschlüssen/Nachweis über das Abschlussdatum Ihrer Promotion
Wir bitten Sie um Übersendung der Bewerbung als und Zusammenfassung der Unterlagen in einem PDF-Dokument, nicht größer als 5 MB.
Translation:
The Centre for Critical Computational Studies (C³S) is seeking to fill the following position at the earliest possible date
Post-doctoral Researcher (m/f/d)
(E 13 TV-G-U)
for an initial fixed term of three years. The salary grade is based on the job characteristics of the collective agreement applicable to Goethe University (TV-G-U).
The “Center for Critical Computational Studies” (C³S) is an interdisciplinary scientific institution and, as such, a central research center of Goethe University (www.c3s-frankfurt.de). The mission of C³S is to establish and enhance the profile of “Critical Computational Studies” as an inter- and transdisciplinary research field with international visibility. In this context, C³S is active in teaching, research, and knowledge transfer. As an interdisciplinary scientific institution of Goethe University, the center provides opportunities to bring together researchers from all departments, academic cultures, disciplines, and thematic areas within the context of “Critical Computational Studies,” and to foster both national and international networking. C³S is committed to scientific excellence and to the guidelines for ensuring good scientific practice, as well as to promoting and supporting the early independence of researchers at the early stages of their careers.
The project:
The position is part of the research group ‘Technological Transformations in Migration and Asylum Governance (TETRAMAG)’ (2026-2030), led by Prof. Natalie Welfens and funded by the Volkswagen Foundation. The research group is based at the Center for Critical Computational Studies (C³S) at Goethe University Frankfurt and works with the International Rescue Committee (IRC) Germany as a practice partner. TETRAMAG is a transdisciplinary research project that examines technological change in German and European migration and asylum policy. The research focuses on the question of what social inequalities and dynamics of inclusion and exclusion are created by new technologies and how technological change can be made inclusive and participatory. The project combines approaches from political sociology, science and technology studies, and migration studies and analyses digitisation in three stages of the migration process: (1) mobility pathways, (2) initial reception, (3) integration and participation. The methodology is predominantly qualitative and participatory (including participatory action research), but is also open to other research approaches, particularly in the field of computational social sciences.
Your main tasks:
You will work on the sub-project ‘Digitising & Automating Access to Mobility Pathways’ and conduct independent research on the digitisation and automation of access routes and entry procedures – for example, electronic visa systems and pre-screening technologies at national and EU level. Your research will focus on how digital technologies can facilitate mobility and migration by simplifying procedures, while also introducing new forms of control, surveillance and exclusion. You will examine how state, supranational and private actors (e.g. ministries, EU institutions, international organisations, private technology providers) design these systems and how they influence social inequalities and dynamics of inclusion and exclusion.
Your profile:
- completed university degree in social sciences and above-average doctoral degree (or close to completing your doctorate)
- in-depth knowledge or demonstrable interest in at least two of the following areas: international relations, EU studies, migration/refugee research, critical border and surveillance studies, international organisations, science and technology studies, digitalisation of administration
- very good knowledge and demonstrable experience in qualitative social research methods or mixed-methods approaches
- ability to write in a scientifically accurate yet generally understandable manner
- very good written and spoken English skills are required
What we are also looking for:
- a strong affinity for interdisciplinary and transdisciplinary research (e.g. demonstrated by a doctoral degree and research with practical relevance and transferability)
- knowledge and previous research in one of the following areas: Digital border regimes, migration and technology, social inequality and intersectional perspectives on migration, computer sciences/software engineering, ideally with a focus on co-creation/co-development
- (research) experience in international contexts; willingness to travel nationally and internationally
- Basic knowledge of the German language or willingness to learn German is an advantage.
Goethe University is a family-friendly employer and offers, among other things, flexible working time models, its own collective bargaining agreement (TV-G-U), and currently a freeLandesTicket Hessenfor public transportation. The position is currently based on the university’s Westend Campus - one of the most modern and beautiful university campuses in Germany - located in central Frankfurt am Main, offering green surroundings with excellent public transport connections.
Please send your application by 11.03.2026 , together with the following documents, to Prof. Natalie Welfens by e-mail to application@c3s.uni-frankfurt.de (mailto:application@c3s.uni-frankfurt.de) :
- cover letter
- curriculum vitae
- research outline (max. one page)
- an academic text written by you (e.g. journal article, chapter from your thesis)
- copies of university degrees/proof of the date of (anticipated) completion of your PhD
Please send your application as a single PDF document no larger than 5 MB.