Wissenschaftliche Mitarbeit für die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit
Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen (LfGA NRW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt
eine wissenschaftliche Mitarbeiterin / einen wissenschaftlichen Mitarbeiter (w/m/d)
für die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit NRW in der Fachgruppe 33 „Gesundes Aufwachsen, Leben und Altwerden, Präventionsstrategie“. Die Stelle ist zunächst befristet bis zum 31.12.2026 mit Aussicht auf Weiterführung bei Fortsetzung der Förderzusage durch den Drittmittelgeber.
Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen (LfGA NRW) ist eine Landesoberbehörde im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen (MAGS). Knapp 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten an den Standorten Bochum (Hauptsitz), Düsseldorf und Münster.Im Bereich Gesundheit berät und unterstützt das LfGA NRW die Landesregierung, die Behörden und Einrichtungen des Landes sowie die Kommunen und Fachverbände in Fragen der Gesundheit, der Gesundheitspolitik sowie der Entwicklung von Versorgungsstrukturen. Themenfelder sind u.a. der Gesundheitsschutz der Bevölkerung, die lebensphasenübergreifende Prävention und Gesundheitsförderung, die Arzneimittelsicherheit sowie die Bereitstellung von Versorgungsdaten. Das LfGA NRW ist fachliche Leitstelle für den öffentlichen Gesundheitsdienst und nimmt die Aufsicht über die Gesundheitsämter wahr.
Im Bereich Arbeitsschutz ist das LfGA NRW die zentrale Beratungs- und Unterstützungseinrichtung der staatlichen Arbeitsschutzverwaltung. Bürgerinnen und Bürger und Betriebe finden bspw. Unterstützung durch die telefonische Erstberatung oder KomNet. Das LfGA NRW sichert Qualifizierung und Wissenstransfer und unterstützt die Digitalisierung der Arbeitsschutzverwaltung. Das LfGA NRW nimmt u.a. die Aufgaben der Zentralen Radonstelle NRW sowie im (hoheitlichen) Strahlenschutz wahr und unterstützt die staatliche Arbeitsschutzverwaltung auch operativ.
Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Nordrhein-Westfalen berät, qualifiziert und vernetzt im Themenfeld der Gesundheitsförderung und Prävention bei Menschen in belasteten Lebenslagen. Unser Ziel ist es, für die Lebenslagen von benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu sensibilisieren und die gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern. In NRW unterstützt die KGC die Partner der Landesrahmenvereinbarung in NRW bei der Umsetzung des Präventionsgesetzes und sensibilisiert für das Thema gesundheitliche Chancengleichheit insbesondere durch die Beratung und Begleitung von Kommunen, Antragstellern und Projektträgern (siehe: https://www.lzg.nrw.de/ges_foerd/kgc/index.html).
Das LfGA NRW ist Träger der KGC in NRW und ist in der Fachgruppe „Gesundes Aufwachsen, Leben und Altwerden, Präventionsstrategie“ angesiedelt. Die Fachgruppe unterstützt und berät die Landesregierung und die Kommunen in Nordrhein-Westfalen in Fragen des Themenfeldes Prävention und Gesundheitsförderung mit einer Schwerpunktsetzung auf kommunale Gesundheitsförderung.
Zu den Aufgaben gehören schwerpunktmäßig:
- Fachliche Beratung und Begleitung von Kommunen bei der Entwicklung von Projektvorhaben in Lebenswelten mit Unterstützung bei der Erstellung von Förderanträgen nach § 20a SGB V,
- Fachliche Begleitung und Qualitätssicherung der geförderten Projekte,
- Konzeption, Durchführung und Dokumentation von Qualifizierungsformaten, Fachveranstaltungen sowie Vernetzungstreffen zur kommunalen Gesundheitsförderung insb. für den Öffentlichen Gesundheitsdienst in NRW,
- Aufbau und Pflege landesweiter Netzwerkstrukturen sowie Förderung des interkommunalen Austauschs,
- Vertretung der KGC in landesweiten Gremien und Arbeitskreisen insb. der Landesrahmenvereinbarung NRW zur Umsetzung des Präventionsgesetzes sowie in den Arbeitsstrukturen des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit,
- Aufbereitung und Transfer fachlicher Erkenntnisse sowie Entwicklung von Arbeitshilfen und Konzepten.
Fachliches und persönliches Anforderungsprofil:
Bewerberinnen und Bewerber verfügen über
- ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Uni-Diplom / Master) in den Bereichen Gesundheitswissenschaften, Sozial-, Kommunikations- oder verwandten Wissenschaften mit einem gesundheitsorientierten Schwerpunkt,
- gute Kenntnisse kommunaler Verwaltungsstrukturen, insbesondere in Nordrhein-Westfalen,
- gute Kenntnisse in Gesundheitsförderung und Prävention, insb. Kenntnisse relevanter gesetzlicher und fachlicher Grundlagen (z. B. Präventionsgesetz, Qualitätsstandards der Gesundheitsförderung),
- ausgeprägte Kommunikations- und Moderationskompetenzen,
- Kooperationsfähigkeit und Erfahrung im Umgang mit heterogenen Akteursgruppen,
- selbstständige und strukturierte Arbeitsweise.
Praktische Erfahrungen aus der beratenden Begleitung kommunaler Akteure sowie Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung von Projekten sind sehr erwünscht. Erwartet werden eine sehr gute Sprachkompetenz und Ausdrucksfähigkeit, die sichere Anwendung aller gängigen Office-Anwendungen, Erfahrungen mit Videokonferenztools sowie Engagement und Bereitschaft, sich in neue Anwendungen einzuarbeiten und diese zu nutzen.
Die Aufgaben erfordern eine selbstständige und strukturierte Arbeitsweise sowie überdurchschnittliche organisatorische und kommunikative Fähigkeiten. Unverzichtbar ist die Fähigkeit zu einem stets wertschätzenden und aufgeschlossenen Umgang mit den sehr unterschiedlichen Partnern in diesem Prozess und zur Wahrnehmung und Akzeptanz der jeweiligen Interessen und Handlungsspielräume.
Ein hohes Maß an Teamfähigkeit sowie Freude an inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit sind Voraussetzung für die Mitarbeit. Überdurchschnittliches Engagement, Motivation und Kreativität bei der Entwicklung von Themen und Prozessen werden erwartet. Die Bereitschaft zu Dienstreisen wird ebenfalls vorausgesetzt.
Wir bieten:
- eine sinnstiftende Tätigkeit für die Themenfelder Gesundheit und Arbeitsschutz in Nordrhein-Westfalen;
- einen krisensicheren Arbeitsplatz im Öffentlichen Dienst einschließlich einer Zusatzversorgung (VBL) sowie einer jährlichen Sonderzuwendung („Weihnachtsgeld“) für Tarifbeschäftigte;
- flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten (z. B. Möglichkeit von Teilzeit und Telearbeit, Stundenausgleich durch Gleittage);
- Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf;
- ein interessantes und abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld mit hoher Selbständigkeit in einem kollegialen und dynamischen Team;
- ein aktives behördliches Gesundheitsmanagement sowie
- eine gute ÖPNV-Anbindung und kostenlose Parkmöglichkeiten.
Allgemeine Hinweise
Die Ausschreibung wendet sich ausdrücklich auch an Menschen mit Migrationshintergrund.
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die berufliche Entwicklung von Frauen. Bewerbungen von Frauen werden besonders begrüßt. In den Bereichen, in denen Frauen noch unterrepräsentiert sind, werden sie nach Maßgabe des Landesgleichstellungsgesetzes bevorzugt berücksichtigt.
Bewerbungen schwerbehinderter bzw. gleichgestellter behinderter Menschen im Sinne des SGB IX sind ausdrücklich erwünscht.
Bewerbungsverfahren
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann richten Sie Ihre Bewerbung bitte bis zum Ende der Bewerbungsfrist (s. u.) mit aussagekräftigen Unterlagen ausschließlich per E-Mail in einer zusammenhängenden PDF-Datei (max. 10 MB) unter Angabe der internen Kennziffer 2026-KGC-01 (bitte nur diese Zahlenkombination in die Betreff-Zeile eintragen) an:
Bewerbungsunterlagen, die in anderen Dateiformaten übersandt werden, können leider ebenso wenig berücksichtigt werden wie nach Ablauf der Frist eingehende Bewerbungen. Bewerbungen, die Unterlagen enthalten, die in einem virtuellen Speicher (Cloud) hinterlegt sind, werden aus Sicherheitsgründen ebenfalls vom Auswahlverfahren ausgeschlossen.
Mit Ihrer Bewerbung stimmen Sie zu, dass die erforderlichen Daten für das Auswahlverfahren vorübergehend gespeichert und verarbeitet werden. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und nach Abschluss des Verfahrens gelöscht. Dieses Einverständnis kann jederzeit für die Zukunft widerrufen werden; am weiteren Verfahren nehmen Sie dann jedoch nicht mehr teil.
Datenschutzhinweise inklusive der Informationen nach Art. 13 und 14 DSGVO finden Sie unter: www.lfga.nrw.de/8501594