Projektmitarbeiter*in für das Forschungsdatenmanagement / Data Steward am LOEWE-Zentrum Dynamiken des Religiösen …
An der Goethe-Universität Frankfurt, der Philipps-Universität Marburg und der Justus-Liebig-Universität Gießen wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) ein neues LOEWE-Zentrum mit dem Titel „Dynamiken des Religiösen: Ambivalente Nachbarschaften zwischen Judentum, Christentum und Islam in historischen und gegenwärtigen Konstellationen“ gefördert. Das interdisziplinäre geistes- und sozialwissenschaftliche LOEWE-Zentrum konzentriert sich unter der Federführung der Goethe-Universität Frankfurt in seinen fünf Programmbereichen und 31 Teilprojekten darauf, mit Hilfe des relationalen Theoriekonzepts der „Nachbarschaften“ die vielschichtigen – dialogischen wie konflikthaften – religiösen, kulturellen und politisch-sozialen Verflechtungen und Dynamiken zwischen Judentum, Christentum und Islam in Geschichte und Gegenwart zu erforschen. Der akademische Koordinator des LOEWE Zentrums ist Prof. Dr. Christian Wiese (Goethe-Universität Frankfurt), als Stellvertreterinnen fungieren Prof. Dr. Armina Omerika (Goethe-Universität Frankfurt) und Prof. Dr. Antje Röder (Philipps-Universität Marburg).
Am FachbereichEvangelische Theologie der Goethe-Universität (Sitz der Koordination) ist nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle für eine*n
Projektmitarbeiter*in für das Forschungsdatenmanagement / Data Steward am
LOEWE-Zentrum „Dynamiken des Religiösen“ (m/w/d)
(E 13 TV-G-U)
befristet bis zum 31.12.2029 zu besetzen. Die Eingruppierung richtet sich nach den Tätigkeitsmerkmalen des für die Goethe-Universität geltenden Tarifvertrages (TV-G-U).
Details zum LOEWE-Zentrum in deutscher und englischer Sprache (Projektbeschreibung, thematische Profilierung der Teilprojekte) entnehmen Sie bitte folgendem Link auf der Website des Projekts: https://dynamiken-des-religioesen.uni-frankfurt.de/ausfuehrliche-projek… (https://dynamiken-des-religioesen.uni-frankfurt.de/ausfuehrliche-projek…)
Kernaufgaben
- Entwicklung, Pflege und Fortschreibung des Datenmanagementplans des Zentrums
- Erstellung und Implementierung einer projektinternen FDM-Policy in Abstimmung mit den beteiligten universitären Einrichtungen
- Beratung, Schulung und Unterstützung der Projektteams in allen Fragen des FDM, der Datenkurierung, Metadatenstandardisierung (u.a. Dublin Core, TEI), Anonymisierung, Archivierung und Nachnutzung
- Organisation und Durchführung von universitätsübergreifenden Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen zu FDM und Open Science für Zentrumsmitglieder
- Koordination der Zusammenarbeit mit universitären Repositorien und externen NFDI-Konsortien (Text+, NFDI4Culture, NFDI4Memory, etc.)
- Erstellung von Open Educational Resources (OER), Open Access-Publikationen und der Digitalen Bibliothek Dynamiken des Religiösen
- Sicherstellung der rechtlichen und ethischen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit
- organisatorische und inhaltliche Gestaltung der Arbeitsgruppe „Digitalität“ im Kontext des Forschungsmoduls „Religionsforschung im Kontext digitaler Transformation“
- Durchführung von Schulungen im Forschungsdatenmanagement für den Profilbereich „Universality & Diversity“ der Goethe-Universität
- Zusammenarbeit mit den Forschungsabteilungen der beteiligten Universitäten
Anforderungsprofil
- erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder äquivalent) in Informationswissenschaft oder Digital Humanities oder ein geistes- bzw. sozialwissenschaftliches Hochschulstudium in Verbindung mit nachweisbaren Erfahrungen im Bereich digitaler Methoden, Forschungsdatenmanagement oder Datenkuratierung, nach Möglichkeit mit Schwerpunkt auf religionsbezogener Forschung.
- vertiefte Kenntnisse mit Blick auf die Prinzipien und Praktiken des Forschungsdatenmanagements, insbesondere im wissenschaftlichen Umfeld (FAIR, DFG-GWP, Open Science)
- nachgewiesene Erfahrung im Umgang mit Forschungsdaten verschiedener Formate, sicherer Umgang mit digitalen Tools und Repositorien sowie mit einschlägigen Metadaten- und Dokumentationsstandards
- sehr gute Kenntnisse in Datensicherheit, Datenverschlüsselung, Anonymisierung und rechtlichen Rahmenbedingungen
- sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
- Erfahrung in der Religionsforschung von Vorteil, insbesondere mit Blick auf die digitale Erschließung, Annotation oder Archivierung religiöser Materialien (Texte, Interviews, historische Quellen)
- erwünscht sind ebenfalls Kenntnisse im Feld der digitalen Religion, insbesondere mit Blick auf digitale Medien
- möglichst Erfahrung in der Bereitstellung und ggf. Entwicklung von Open-Source-Tools, Open Educational Resources (OER) und Open-Access-Publikationen
- Vertrautheit mit Konzepten der Citizen Science und der partizipativen Forschung
- Fähigkeit, komplexe technische und ethische Aspekte des Datenmanagements verständlich zu vermitteln
Wir bieten
- eine anspruchsvolle Position mit der Möglichkeit der federführenden Verantwortung für das Forschungsdatenmanagement in einem interdisziplinären, interreligiösen und internationalen hochschulübergreifenden Forschungszentrum mit hoher wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz
- die Gelegenheit zur Einarbeitung in Methoden und Praxis der Digitalen Geistes-, Kultur und Sozialwissenschaften
- Zusammenarbeit mit einem von Diversität geprägten motivierten Team von wissenschaftlichen Koordinator*innen, Verwaltungsmitarbeiter*innen sowie einem hochkarätigen Konsortium von Professor*innen und Early Career Researchers in den Geistes- und Sozialwissenschaften.
- ein kollegiales Arbeitsumfeld und Unterstützung bei einer weiteren Qualifizierung durch vertiefte Kenntnisse des Wissenschaftsmanagements mit seinen unterschiedlichen Facetten
- Vernetzung mit dem Forschungs-, Lehr- und Transferumfelds des Center for Critical Computational Studies (c3s)
Die Goethe-Universität setzt sich aktiv ein für Chancengerechtigkeit, Familienfreundlichkeit und Diversität. Um die Vielfalt unterschiedlicher Lebenswelten und Erfahrungen an der Universität zu stärken, freuen wir uns besonders über Bewerbungen von Menschen mit Migrationsgeschichte und Zugehöriger anderer bisher unterrepräsentierter Gruppen. Personen mit einer Schwerbehinderung oder diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Sind Frauen in dem Fachbereich/der zentralen Einrichtung unterrepräsentiert, werden sie bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bitten wir bis zum 10.03.2026 an das Dekanat des Fachbereichs Evangelische Theologie, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main zu richten (in einem PDF-Dokument per E-Mail an: personal.fb06@em.uni-frankfurt.de (mailto:personal.fb06@em.uni-frankfurt.de) ). Wir bitten Sie, auch von Zeugnissen nur Scans einzureichen. Für nähere Auskünfte zum Gesamtprojekt steht Ihnen Prof. Dr. Christian Wiese (E-Mail: c.wiese@em.uni-frankfurt.de (mailto:c.wiese@em.uni-frankfurt.de) ) gerne zur Verfügung. Bei Rückfragen mit Blick auf die Aufgaben der Stelle für Forschungsdatenmanagement wenden Sie sich bitte an und Prof. Dr. Armina Omerika (E-Mail: omerika@em.uni-frankfurt.de (mailto:omerika@em.uni-frankfurt.de) ). Bitte beachten Sie, dass Bewerbungsunterlagen nicht zurückgeschickt werden. Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens entstandene Kosten werden von der Goethe-Universität nicht erstattet.